Der Erdlingshof im Bayerischen Wald

Die meisten Menschen wollen nicht sehen, woher ihr Fleisch, ihre Eier oder ihre Milch kommen. Aber wenn es nicht gut für die Augen ist, wie kann es dann gut für den Magen sein? – Johannes Jung, Vorstand und Gründer des Erdlingshofs

Im September 2016, also nun schon vor einer ganzen Weile, habe ich für mein Praktikum bei dem Verlag Family Media den Erdlingshof im Bayerischen Wald besucht. In der Zeitschrift Vegan für mich ist in der aktuellen Winterausgabe die Reportage dazu erschienen. Nicht nur, weil ich selbst an der Zeitschrift mitgearbeitet habe kann ich sagen, dass die Zeitschrift sehr lesenswert ist. Das Thema Veganismus interessiert mich auch über mein Praktikum hinaus und so habe ich mich sehr gefreut, für diesen Artikel den Erdlingshof besuchen zu können.

Auf dem Erdlingshof leben Hirsche, Schafe, Rinder, Hühner, Schweine und noch viel mehr. Sie leben dort in Frieden und können sich von den Strapazen und traumatischen Erlebnissen in der Nutztierhaltung erholen und einfach ihr Leben leben. Auf dem Erdlingshof werden die Tiere nicht anders behandelt als die Menschen, denn auch jedes von ihnen hat eine ganz eigene Geschichte. So zum Beispiel der Bulle Bruno, der in einem Bullenmastbetrieb immer wieder mit ansehen musste, wie seine Freunde vom Schlachter abgeholt wurden. Und immer blieb er allein zurück. Ein Glück? Ein sehr einsames Glück. Denn als der Mastbetrieb eingestellt wurde war nur noch Bruno da, und so stand er jahrelang allein in einem Stall und verwarloste. Doch eines Tages wurde er von Johannes und Birgit, die beiden Betreiber des Erdlingshofs, auf den Lebenshof im Bayerischen Wald geholt. Wer unter http://www.youtube.com „Ein neues Leben für Bruno“ eingibt, kann die unbändige Freude des Bullen über das Zusammentreffen mit anderen Tieren sehen.

Das ist nur ein Beispiel, das uns zeigen sollte, dass die Tiere, die tagtäglich von uns Menschen ausgenutzt werden, auch einen Charakter, Gefühle, Ängste und vielleicht sogar Träume haben. Und wer gibt uns das Recht, ihnen das abzusprechen und zu handeln als wären wir Menschen mehr wert?

Der Besuch auf dem Erdlingshof war wirklich sehr schön und ich kann nur jedem, der sich für das Thema Veganismus oder Tiere allgemein interessiert, einen Besuch dort empfehlen. Jeden ersten Sonntag im Monat (April bis Oktober) ist Besuchertag. Außerdem kann man den Erdlingshof mit Tierpatenschaften oder Spenden unterstützen, denn Tierarztkosten und Futter bezahlen sich nicht von selbst. Danke für das tolle Erlebnis, lieber Erdlingshof! Hier geht’s zur Website.

ENglish Version:

Most people don’t want to know where the meat, the eggs or the milk they eat come from. But when they are not good for your eyes, how can they be good for your stomach? – Johannes Jung, founder of Erdlingshof

Last september, as part of my internship at the publishing house Family Media I went to the Erdlingshof in Bavaria. I then wrote an article about my trip for the magazine Vegan für mich. Not only because I worked there, I recommend the magazine to anyone who is interested in the topic of veganism. Apart from my internship I am still very interested in veganism and so this trip was a great experience for me.

Deers, sheep, cows, hens, pigs and many other animals live on the Erdlingshof. They can enjoy their lives there and recover from their life in the animal industry. No animal has to work on the „farm“ and they are treated like every other being on it. Everyone of them has it’s own story. For example the bull Bruno. He lived on a farm where the bulls get fed until they’re ready to be slaughtered. All his friends came and went and it as always him who stayed, completely alone. So you might say he was lucky, but he was also alone. When Birgit and Johannes from the Erdlingshof came to pick him up, everything changed for him. If you type in „Ein neues Leben für Bruno“ on http://www.youtube.com, you can see his enormous joy of seeing other animals again for the first time in years.

Bruno is only one example that should show us, that animals have feelings, fears and maybe even dreams, like we humas have them. But we exploit them everyday and think we are more worthy to be alive. But who entitles us to do so?

I loved the visit at the Erdlingshof and I recommend it to everybody who is interested in animals. Every first sunday of the month you can visit the farm (april to october). And if you want to donate some money to help them out check their website: www. erdlingshof.de.

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